Aufgabe 11

Lizenzmodelle bei Copilot

Copilot kann nutzerbasiert, als Agent/Kapazität oder in einfachen Chat-Szenarien lizenziert und gesteuert werden.

Aufgabenstellung

Das passende Modell hängt davon ab, ob Personen täglich in M365 arbeiten, ein kuratierter Agent benötigt wird oder nur gelegentliche Nutzung entsteht.

Die Lösungen sind direkt sichtbar, damit die Seite als ruhiges Nachschlagewerk funktioniert.

Kernwissen

  • Lizenz: Nutzungsrecht für einen Dienst oder Funktionsumfang, meist pro Benutzer oder Mandant.
  • SKU/Plan: kaufbares Paket mit enthaltenen Service-Plänen, z. B. Microsoft 365 E3 oder ein Copilot-Add-on.
  • Add-on: Zusatzlizenz zu einer vorhandenen Basislizenz; Microsoft 365 Copilot wird typischerweise als Add-on zu berechtigten M365-Plänen zugewiesen.
  • Usage/Consumption: Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung, z. B. über Copilot Credits, Verbrauchsmessung oder Kapazität bei Agenten.
  • Service-Limits: technische oder lizenzbezogene Grenzen, etwa verfügbare Funktionen, Kapazität, Kontingente oder erlaubte Datenquellen.

Lösungen zu Aufgabe 11

Aufgabe 1: Begriffe

Lizenz

Ein Recht, einen Dienst oder eine Funktion zu nutzen.

Beispiel: Eine Benutzerin bekommt eine Microsoft-365-Lizenz und darf dadurch Teams, Outlook oder bestimmte Copilot-Funktionen verwenden.

SKU/Plan

Ein kaufbares Paket, das mehrere einzelne Service-Pläne enthalten kann.

Beispiel: Microsoft 365 E3 enthält andere Dienste und Rechte als Microsoft 365 Business Standard.

Add-on

Eine Zusatzlizenz, die auf einer vorhandenen Basislizenz aufsetzt.

Beispiel: Microsoft 365 Copilot wird zusätzlich zu einem berechtigten Microsoft-365-Plan zugewiesen.

Usage/Consumption

Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung statt pauschal pro Benutzer.

Beispiel: Ein Copilot-Studio-Agent verursacht Kosten über Copilot Credits, Pay-as-you-go oder vorab gekaufte Kapazität.

Service-Limits

Grenzen eines Dienstes oder Plans, die festlegen, was technisch oder lizenzrechtlich möglich ist.

Beispiel: Ein Plan kann bestimmte Agent-Funktionen, Kapazitäten oder Datenquellen begrenzen.

Aufgabe 2: Lizenzierungsmodelle

Microsoft 365 Copilot als Benutzerlizenz/Add-on

Für Mitarbeitende, die Copilot regelmäßig in Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams und mit Arbeitsdaten nutzen.

Funktionsumfang breit in Microsoft 365; steuerbar über M365 Admin Center, Entra, Purview, Labels, DLP und Berechtigungen; Abrechnung planbar pro Benutzer.

Copilot Studio / Agenten mit Kapazität oder Verbrauch

Für Fachbereiche, IT oder Prozessverantwortliche, die einen spezialisierten Copilot für definierte Quellen und Aufgaben bauen.

Funktionsumfang kuratierter Agent mit Wissen, Aktionen und Kanälen; Governance über Umgebungen, DLP, Quellen, Besitzer und Veröffentlichung; Kosten über Copilot Credits, Kapazität oder Pay-as-you-go.

Drittes Modell: Copilot Chat / enthaltene Basisnutzung

Für einfache Chat- und Web-Recherche-Szenarien oder gelegentliche Nutzung ohne vollständige M365-Copilot-Lizenz.

Webbasierter Chat kann bei berechtigten Microsoft-365-Abos enthalten sein; Arbeitsdaten- oder Agent-Szenarien können zusätzliche Lizenzen oder verbrauchsbasierte Abrechnung erfordern.

Aufgabe 3: Szenarien zuordnen

Szenario 1: Alle Mitarbeitenden nutzen Copilot täglich für E-Mails, Dokumente, Meetings und Recherchen.

Microsoft 365 Copilot als Benutzerlizenz/Add-on.

Die Nutzung ist dauerhaft, personenbezogen und findet direkt in Microsoft-365-Apps statt. Pro-Benutzer-Lizenzierung ist hier planbar und gut steuerbar.

Szenario 2: HR möchte einen Copilot, der nur HR-Dokumente kennt und Fragen beantwortet.

Copilot Studio Agent oder SharePoint-/M365-Agent mit klar begrenzten Quellen.

Der Bedarf ist nicht ein allgemeiner Assistent für alle Apps, sondern ein kuratierter HR-Agent mit enger Wissensbasis, Owner-Prozess und Zugriffskontrolle.

Szenario 3: Ein Team nutzt Copilot nur gelegentlich für Prototypen oder Tests.

Usage/Consumption bzw. Pay-as-you-go, sofern die genutzte Funktion das unterstützt.

Für seltene Tests ist eine dauerhafte Lizenz pro Benutzer oft nicht wirtschaftlich. Verbrauchsbasierte Nutzung passt besser, wenn Governance und Kostenlimits gesetzt sind.

Szenario 4: Ein Copilot soll als IT-FAQ-Bot dienen und ausschließlich auf interne IT-Dokumente zugreifen.

Copilot Studio Agent mit IT-Wissensquellen und begrenzter Veröffentlichung.

Der Bot braucht definierte Quellen, kontrollierte Antworten und einen klaren Besitzer. Dadurch lassen sich Datenzugriff, Aktualität und Kosten besser steuern.

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